Carnitine, Choline, Cancer and Cholesterol: The TMAO Connection

Expanding on the subject of my upcoming appearance on The Dr. Oz Show, a landmark new article in the New England Journal of Medicine shows that choline in eggs, poultry, dairy and fish produces the same toxic TMAO as carnitine in red meat, which may help explain plant-based protection from heart disease and prostate cancer.

A Common Liver Drug Could Be Key to Curing Parkinson’s

The tragedy of Parkinson’s, which progressively robs patients of their physical abilities, is that while certain drugs, therapies and devices can restore some quality of life, so far we haven’t found a way to stop brain cells from dying. Now, researchers in the UK and Norway have found a drug that could keep brain cells functioning normally — and it’s been used to treat liver disease for years.

Since UDCA has been in use for many years, researchers can move directly to clinical trials to determine the drug’s safety and optimum dosage in Parkinson’s patients. And for the first time, researchers can point to compounds that tackle the cellular cause of the disease, rather than simply treating the symptoms as they appear. [The University of Sheffield via ScienceDaily]

Schlachtzahlen um 15 Mio. Tiere zurückgegangen

Die Schlachtzahlen 2012 sind laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vorjahr um 15 Mio. Tiere gesunken. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begrüßt diese Entwicklung, die fast alle Tierarten umfasst.

Rückgang der SchlachtzahlenIm Jahr 2012 kam es in Deutschland erstmals seit 1997 wieder zu einem Rückgang der Schlachtzahlen. Anhand der vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts lässt sich errechnen, dass im Jahr 2012 rund 15 Mio. Tiere weniger geschlachtet wurden als im Vorjahr.

Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei den Masthühnern aus: 13,1 Mio. Tiere weniger wurden geschlachtet. Es folgen Schweine mit rund 1,4 Mio. und Legehennen mit 922.000 weniger Toten. (Legehennen sind nach ca. einem Jahr des Eierlegens ausgemergelt und werden als sogenannte Suppenhühner geschlachtet.)

Auch bei fast allen anderen Nutztierarten wie Puten (-159.000) und Rindern (-64.000) fielen die Schlachtzahlen geringer aus. Einzig die Zahl der von der Fleischindustrie getöteten Enten ist um 624.000 angestiegen.

Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, begrüßt den Rückgang der Schlachtzahlen: »Wenn für unsere sich ändernden Essgewohnheiten inzwischen 15 Mio. Tiere weniger sterben müssen, dann ist das ein Grund zur Freude. Wir rufen alle Menschen auf, zum weiteren Rückgang der Schlachtzahlen beizutragen.« Der beste Weg, die Zahl der getöteten Tiere weiter zu senken, ist es, vermehrt vegetarisch und vegan zu essen.

Dem zuletzt rückläufigen Fleischkonsum steht ein anderer Trend entgegen, der verhindert hat, dass der Rückgang noch stärker ausgefallen ist: Die deutsche Fleischindustrie konzentriert sich immer mehr auf den Export. Dies und der noch immer viel zu hohe Fleischverbrauch sind zwei Hauptgründe, warum im letzten Jahr noch fast 755 Mio. Tiere geschlachtet wurden.

WIE SIE HELFEN KÖNNEN, DIE SCHLACHTZAHLEN WEITER ZU SENKEN

Einen dauerhaften Trend beim Rückgang der Schlachtzahlen zu etablieren, ist eine Mammutaufgabe. Wir freuen uns, dass sich immer mehr Menschen und Organisationen dieser Aufgabe annehmen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Nachtrag: Kurz nachdem wir diese Nachricht auf unsere Facebook-Seite gestellt haben, kamen Fragen auf, ob der Rückgang der Schlachtzahlen durch erhöhte Fleischimporte zu erklären sei. Auch hierzu gibt die Datenbank des Statistischen Bundesamts eine klare Auskunft: Die Fleischexporte liegen deutlich über den Fleischimporten (sogar mit zunehmender Tendenz), sodass es keinen Zweifel gibt, dass es sich um einen echten Rückgang handelt.

Source: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachtzahlen-2012-15-mio-tiere

Neue Methode für Tissue Engineering ermöglicht Organ-Wachstum

 

Das sogenannte Tissue Engineering erlaubte bisher nur die Herstellung dünner Gewebeschichten im Labor. In einem großen Fraunhofer-Projekt unterschiedlicher Institute entstehen nun erstmals vollständig biokompatible künstliche Blutgefäße. Die Wissenschaftler haben dafür Verfahren aus der Produktionstechnik auf elastische Biomaterialien übertragen: Die im Rapid Prototyping etablierte 3-D-Drucktechnik und die in der Polymerwissenschaft entwickelte hoch auflösende Multiphotonenpolymerisation.

Mehr über das Fraunhofer-Projekt Biorap – Link

Mehr zum Inhalt des Videos:

Rapid Prototyping bedeutet die schnelle Herstellung komplex geformter Produkte durch das schichtweise Auftragen von Material. Um Blutgefäße mit diesem Verfahren zu „drucken“, verwenden die Fraunhofer-Forscher im Team des Projektleiters Dr. Günter Tovar vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart aber zudem noch die Multiphotonenpolymerisation. Bei dieser Technik beschießen sie das Material zusätzlich mit kurzen Laserpulsen. So gelingt es, die hauchfeinen und gleichzeitig elastischen Röhrenstrukturen auszubilden, die für ein Blutgefäßsystem benötigt werden.

Der Prototyp für eine solche Anlage, die diese beiden Verfahren kombiniert, ist schon im Aufbau. Doch bevor mit Rapid Prototyping ein künstliches Gefäßsystem geschaffen werden kann, mussten die Wissenschaftler viel Zeit in Planung und Simulation ihrer Werkstücke stecken. Maße, Struktur und die Verzweigungen der kleinen Röhrchen müssen exakt berechnet werden, damit später kein Stau entsteht und das Blut ungehindert fließen kann.

Mit den so erzeugten Blutgefäßen lassen sich komplett künstliche Organe an einen Kreislauf anbinden und mit Nährstoffen versorgen. Diese eignen sich dann zwar noch nicht für eine Transplantation, dafür kann der Organkomplex als Testsystem genutzt werden und so Tierversuche ersetzen. Auch die Behandlung von Bypass-Patienten mit künstlichen Gefäßen ist perspektivisch vorstellbar.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2012

Hohe Überlebensraten nach Reaktorunfall

Zum 27. Jahrestag des Atomunfalls von Tschernobyl legen Mediziner aus Würzburg und Minsk eine neue Langzeitstudie vor. Ihr zufolge haben fast alle Kinder und Jugendlichen, die nach dem Unfall an Schilddrüsenkrebs erkrankt sind, bis heute überlebt.


13jähriger Junge mit einem Schilddrüsenkarzinom, das Metastasen in der Lunge gebildet hat. Das Bild links zeigt die Situation vor der Therapie. Nach vier Radioiod-Behandlungen waren die Metastasen verschwunden (rechts). Die Ganzkörperszintigramme wurden am Universitätsklinikum Würzburg aufgenommen.

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der Ukraine zu einer Explosion, in deren Folge große Mengen radioaktive Stoffe in die Umwelt entwichen. In den Jahren danach wurde bei Kindern und Jugendlichen in der Ukraine, in Weißrussland und im Westen von Russland vermehrt Schilddrüsenkrebs festgestellt.

Bei den meisten Betroffenen entwickelte sich eine Tumorform, die bei Kindern scheinbar aggressiver verläuft als bei Erwachsenen. Trotzdem schlug die Therapie bei fast allen Patienten gut an. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie, deren Ergebnisse in der neuen Ausgabe des Fachblatts „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ veröffentlicht sind.

229 Kinder und Jugendliche mit Schilddrüsenkrebs wurden in der Studie von 1992 bis 2012 beobachtet. Ihre Tumoren waren zuerst in Weißrussland operativ entfernt worden, danach erhielten die Patienten in Deutschland eine Radioiod-Therapie. Alle Studienteilnehmer galten als Hochrisiko-Patienten, weil sie im Zuge des Tschernobyl-Unfalls sehr hohe Strahlendosen abbekommen hatten.

Therapien mit guten Ergebnissen

Ergebnis der Studie: Trotz des hohen Risikos bildeten sich bei 64 Prozent der Studienteilnehmer die Tumoren komplett zurück. Bei weiteren 30 Prozent führte die Radioiod-Therapie zu einer fast kompletten Rückbildung: Die Tumorerkrankung kann in dieser Gruppe durch die ohnehin erforderliche Nachbehandlung mit Schilddrüsenhormonen bis heute erfolgreich in Schach gehalten werden. Ein Patient starb an einer Nebenwirkung der Krebstherapie, einer Lungenfibrose. Rückfälle traten nur bei zwei Patienten auf.

“Viele der Patienten, die am Anfang ihrer Krankheit keine optimale Behandlung bekamen, haben sich trotzdem auch von weit fortgeschrittenen Tumoren erholt“, sagt Professor Christoph Reiners, Nuklearmediziner und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg. Weit fortgeschritten heißt: Bei 97 Prozent dieser Patienten hatte der Krebs schon die Lymphknoten befallen, bei fast der Hälfte waren Metastasen in der Lunge.

Zur Lage in Fukushima

Alles in allem seien die Ergebnisse ermutigend für andere Strahlenopfer, so Reiners. Der Würzburger Nuklearmediziner denkt dabei besonders an die Menschen, die vom Reaktorunglück 2011 in Fukushima (Japan) betroffen sind. Er rechnet nicht damit, dass es in Japan ähnlich viele Krebsfälle geben wird wie damals in der Sowjetunion: „Die schnelle Evakuierung und andere Gegenmaßnahmen, wie die Kontrolle der Lebensmittel, dürften das Risiko für Kinder und Jugendliche rund um Fukushima stark verringert haben.“

Eine Lehre aus Tschernobyl: Besonders Kinder und Jugendliche müssen nach Strahlenunfällen sorgfältig auf Schilddrüsenkrebs hin beobachtet werden. „Denn die Heilungschancen sind besser, wenn die Krankheit möglichst früh erkannt wird“, so Reiners. Entsprechende Screening-Programme seien in der Region von Fukushima bereits angelaufen.

Über Christoph Reiners

Christoph Reiners war von Anfang an Studien beteiligt, die sich mit den gesundheitlichen Folgen des Kernkraftwerkunfalls von Tschernobyl befassten. 1992 nahm er – damals noch am Universitätsklinikum Essen tätig – an einem Treffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Russland teil. Dort stellte die WHO erstmals Berichte über Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen nach Tschernobyl vor. Experten aus der Ukraine, Weißrussland und Russland sowie aus dem Ausland diskutierten über Gegenmaßnahmen und stimmten sie aufeinander ab. In der Folge behandelte Reiners in Essen und später in Würzburg zahlreiche junge Patienten aus den betroffenen Regionen.

Autoren der Langzeitstudie

Neben Christoph Reiners haben an der Langzeitstudie folgende Wissenschaftler teilgenommen: Johannes Biko, Heribert Haenscheid und Helge Hebestreit (Universität Würzburg). Stalina Kirinjuk und Oleg Baranowski (Krebshospital Minsk, Weißrussland), Robert Marlowe von der Spencer-Fountayne Corporation, Ewgeni Demidchik von der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Minsk, Valentina Drozd vom Internationalen Hilfsfonds für Patienten mit strahleninduziertem Schilddrüsenkrebs in Weißrussland und Yuri Demidchik von der Weißrussischen Akademie für medizinische Fortbildung.

“Twenty-Five Years after Chernobyl: Outcome of Radiodine Treatment in Children and Adolescents with Very-High-Risk Radiation-Induced Differentiated Thyroid Carcinoma”, Christoph Reiners, Johannes Biko, Heribert Haenscheid, Helge Hebestreit, Stalina Kirinjuk, Oleg Baranowski, Robert J. Marlowe, Ewgeni Demidchik, Valentina Drozd, and Yuri Demidchik. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, online vorab veröffentlicht am 24. April 2013, doi: 10.1210/jc.2013-1059

Kontakt

Prof. Dr. Christoph Reiners, Universitätsklinikum Würzburg, T (0931) 201-55001, reiners_c@klinik.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | Quelle: Uni Würzburg
Weitere Informationen: www.uni-wuerzburg.de