Vegetarian Diet, Seventh Day Adventists and Risk of Cardiovascular Mortality

Vegetarian diet, Seventh Day Adventists and risk of cardiovascular mortality: A systematic review and meta-analysis.

Aus der MMW Fortschritte der Medizin 13. Nov. 2014 / Sonderheft 2 Seite 7

“Studien, die sich mit vegetarischer Ernährung befassen, nehmen oft Personen in den Blick, die aus weltanschaulichen Gründen auf tierische Nahrungsmittel verzichten, wie etwa die Siebenten-Tags-Adventisten.
Forscher der Universität Manchester (1) haben in einer Metaanalyse von acht Studien zum Vegetarismus mit insgesamt mehr als 180.000 Probanden gezeigt, dass sich die religiöse Ausrichtung durchaus auf die Resultate auswirken könnte. So führte vegetarische Nahrung hinsichtlich der Gesamtmortalität in allen drei Studien, die Adventisten einbezogen, zu Risikoreduktionen zwischen 20% und 50% im Vergleich zu Nichtvegetariern. Waren hingegen keine Adventisten vertreten – wie etwa in der EPIC-Oxford-Studie von 2013 oder der Vegetarierstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums von 2005 -, ließen sich keine positiven Effekte der vegetarischen Diät nachweisen. Gleiches galt bezüglich zerebrovaskulären Erkrankungen.
Die Autoren erklären dies damit, dass der Adventismus nicht nur aus Essensvorschriften bestehe. Adventisten rauchen auch seltener und leben insgesamt gesünder. Sie werden zum Alkohol- und Drogenverzicht, zu regelmäßiger körperlicher Betätigung, genügend Schlaf und stabilen psychosozialen Beziehungen ermuntert.
“Zusammengefasst geht die Verminderung von KHK und Gesamtsterblichkeit unter vegetarischer Ernährung hauptsächlich auf die Adventistenstudien zurück”, so die Autoren. Studien in anderen Populationen hätten weniger überzeugende Belege geliefert.”

(1) Kwok CS et al. Int J Cardiol 2014;176: 680-686