Die immensen Auswirkungen der Muttermilch auf Kind und Mutter

Empfehlung der WHO: ausschließliches Stillen während der ersten 6 Monate, d.h. keine andere Nahrung oder Flüssigkeit ➝ danach neben geeigneter Beikost bis zum Ende des 2. Lebensjahres und darüber
hinaus weiter stillen (solange Mutter und Kind es wünschen)

bei uns werden mit 6 Monaten nur noch 10% der Kinder gestillt (obwohl 85% stillend aus dem
Krankenhaus entlassen werden, danach gibt es aber gleich den ersten Knick ➝ 2 Wochen später werden nur noch 66% gestillt)

Auswirkungen auf die mütterliche Gesundheit:
•schnellere Rückbildung der Gebärmutter ➝ durch Oxytocin
•Anpassung an SchlafS/WachSRhythmus des Kindes ➝ durch Prolaktin
•mehr Gelassenheit, Stressfähigkeit ➝ ebenfalls durch Prolaktin (postnatales Depressionssyndrom
bei stillenden Frauen deutlich geringer)
•schnelleres Erreichen des Gewichtes, das man vor der Schwangerschaft hatte ➝ durch
Milchbildung
•weniger Insulinbedarf bei diabetischen Müttern ➝ weil sie in einer anabolen Phase sind
•positiver Einfluss auf Endometriose
•Laktationsamenorrhoe und Kontrazeption
•stillende Frauen haben während der Laktation eine verringerte Knochendichte, danach kehrt sie
aber wieder zum Ausgangswert zurück
Auswirkungen auf die kindliche Gesundheit:
•Verdaulichkeit der Muttermilch ist gut ➝ fördert die Mekoniumausscheidung (Frühgeborene
haben geringere Neigung zur nekrotisierenden Enterocolitis, wenn sie mit Muttermilch ernährt
werden ➝ Milch passt sich an Bedürfnisse des Kindes an: bei Frühgeborenen andere
Zusammensetzung als bei Termingeborenen)
•weniger Allergien (Asthma)
•weniger DurchfallsS/Atemwegserkrankungen, Otitis media (weniger Paukenröhrchen , … )
•geringeres Risiko für chronischSentzündliche Darmerkrankung (Mb. Crohn, Colitis ulcerosa),
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (juvenile rheumatoide Arthritis) und Diabetes
mellitus Typ 1
•weniger Inzidenz von kindliche Lymphome und Leukämien
•seltener SIDS, Vernachlässigung (bonding)
•direkte Vorteile im Krankenhaus: kürzere Nahrungskarenz vor und nach geplanter OP (weil
Muttermilch schnellere Darmpassage hat)
•weniger Arbeitsausfall berufstätiger Eltern (Kinder sind seltener krank)
•Muttermilch kostet kein Geld (Formulanahrung kostet etwa 75 Euro pro Monat)
•seltener Übergewicht/Adipositas ➝ je länger ein Kind gestillt wird, desto geringer ist das Risiko für Adipositas (unterschiedlicher Proteingehalt ➝ Muttermilch hat <1 g Protein/100 ml, während
Formulanahrung deutlich mehr enthält, nämlich 1,2S1,3 g/100 ml)

Langzeitauswirkungen auf:
•Blutdruck
•Cholesterinwert
•Adipositas
•Diabetes mellitus Typ 2
•Schulerfolg/Intelligenz