Körperliche Bewegung – ein Heilmittel gegen Müdigkeit?

Bewegung bei Darmkrebspatienten während der Behandlung

Autor: Vivien Gireg

Fuß, Abstandhalter, Der Pfad, Senior, Zusammen

Das kolorektale Karzinom gehört zu den drei häufigsten Krebsarten weltweit. Allein 2018 gab es über 1,8 Millionen neu diagnostizierte Fälle (Global Cancer Observatory, 2019). Der Darmkrebs beginnt als ein verstärktes Gewebswachstum in der Innenschicht des Kolons oder des Rektums. Dieses Gewebswachstum, auch Polyp genannt, kann bösartig werden und folglich in Blut- oder Lymphgefäße einwachsen und sich dadurch im Körper verteilen und metastasieren (Marley & Nan, 2016). Die Überlebensrate ist zwar durch die medizinischen Fortschritte gestiegen, jedoch erleben die Patienten dabei schwerwiegende Symptome (Macleod et al., 2017, S. 1).

Eines der häufigsten Symptome, die Patienten mit dieser Art von Krebs erleben, ist die Fatigue (Aapro, Scotte, Bouillet, Currow & Vigano, 2016). Anders als die Müdigkeit, die eine gesunde Person verspürt, lässt sich die Krebs-assoziierte Erschöpfung oder Fatigue durch Schlaf nicht verbessern und kann von der Erstdiagnose bis Jahre nach Behandlungsabschluss persistieren, wobei sie meistens während der Behandlungszeit am stärksten vorhanden ist (Bower, 2014). Das konstante Gefühl der Müdigkeit reduziert die Qualität des Lebens dieser Patienten stark. In einem qualitativen Review beschrieben Patienten mit Krebs die Krebs-assoziierte Fatigue als überwältigend und allumfassend, als ob jemand das Ladekabel aus der Steckdose gezogen hätte oder der Sprit ausgegangen wäre. Ganz einfache Tätigkeiten wie Essen zu sich zu nehmen, zu gehen oder ganz einfach den Fernseher einzuschalten sind durch die Müdigkeit zur Herausforderung geworden. Am häufigsten erwähnten die Patienten den emotionalen Frust den sie durch die Limitationen in körperlichen, kognitiven und sozialen Aspekten verspürten (Scott, Lasch, Barsevick & Piault-Louis, 2011). 

Es gibt Möglichkeiten, diesem Symptom entgegenzuwirken und dadurch die Qualität des Lebens dieser Menschen zu verbessern. Vor allem in der Behandlungszeit, in der die Patienten am meisten unter der Fatigue leiden, ist eine Hilfestellung besonders wichtig. Auch wenn es paradox scheint, stellte sich durch die Forschung in den letzten drei Jahrzehnten Bewegung als ein effektives und sicheres Mittel gegen Krebs-assoziierte Fatigue heraus (Nyrop et al., 2016, Rock et al., 2012). In meiner Abschlussarbeit für den Bachelor in Pflegewissenschaft habe ich eine Literaturrecherche zu diesem Thema in den Datenbanken Medline (via PubMed), Cochrane Library und CINAHL complete (via Ebsco Host) in Deutsch und in Englisch im Zeitraum von April bis Juni 2019 durchgeführt. Ich habe insgesamt acht Studien gefunden, die die Auswirkung einer Bewegungsintervention bei Darmkrebspatienten auf deren Fatigue erforschten. Ich schloss nur Studien ein, bei denen die Darmkrebspatienten noch eine Behandlung erhielten, entweder eine Chemo- oder Strahlentherapie, da die Fatigue in der Behandlungszeit am Stärksten sein soll. 

In allen Studien übten die Teilnehmer Aerobic- und Widerstandsübungen aus, jedoch variierte die Intensität von niedrig bis hoch. Bewegungsübungen von niedriger Intensität sind Übungen mit einem Intensitätslevel von 12-14 auf der Borg Skala (van Waart et a., 2018). Das bedeutet, dass die Betroffenen sich für das Training ein wenig anstrengen müssen, sie sich dabei jedoch gut in der Lage fühlen, die Bewegungsübungen fortzusetzen und nicht außer Atem kommen (Williams, 2017). Ein Beispiel dafür wäre Brisk Walking. Die Übungen mittlerer Intensität haben in den Studien ein Intensitätslevel bis 15, und die der hohen Intensität bis 16 auf der Borg Skala (Lin et al., 2014; van Waart et al., 2018). Übungen hoher Intensität bedürfen einer enormen Anstrengung, Herz- und Atemfrequenz sind sehr hoch. Beispiele dafür sind Fahrradfahren oder Schwimmen (Borg, 1982). 

Die Patienten, die Bewegungsübungen niedriger Intensität durchführten, erzielten die besten Ergebnisse, vor allem auf die körperliche und mentale Fatigue bezogen (Shariati et al., 2010, van Waart et al., 2018). Ein Bewegungsprogramm mit mittel-intensiven Übungen machen in den Studien von Lin et al. (2014) und Singh et al. (2018) einen mäßigen bis gar keinen Unterschied auf das Fatigue-Level der Patienten. Intensive Bewegungsübungen können laut der Studie von van Waart et al (2018) zu einer Verbesserung der körperlichen Fatigue führen, jedoch die bereits reduzierte Aktivität der Patienten noch stärker reduzieren.

Außerdem trainierten die Teilnehmer in den Studien unterschiedlich lange, die Trainigsdauer reichte von vier Wochen bis 18 Wochen. Je länger die Patienten Sport betrieben, desto eher verbesserte sich ihre Müdigkeit (Lu et al., 2019, van Vulpen et al., 2015). Das Verhältnis der Patienten mit einer milden, moderaten und starken Fatigue veränderte sich bei den Patienten, die trainierten, signifikant (p<0,01) (Lu et al., 2019). Jedoch variiert nicht nur die Anzahl der Wochen, sondern auch die Bewegungsdauer pro Woche. Drei Studien erforschten Bewegung von bis zu 120 Minuten pro Woche. Zwei Studien befassten sich mit 150 Minuten an Bewegung pro Woche und drei weitere mit über 180 Minuten an wöchentlicher körperlicher Aktivität. Zwei Stunden an Bewegung pro Woche erzielte nur in einer von drei Studien eine signifikante Verbesserung der Fatigue (Brunet et al, 2017; Lin et al., 2014; Shariati et al., 2010). Eine von zwei Teilnehmergruppen konnte Verbesserungen der Müdigkeit bei bis zu 150 Minuten an Sport pro Woche erreichen (Singh et al. 2018; van Waart et al., 2018). Jedoch stellten die Patienten aller drei Interventionsgruppen, die mehr als 180 Minuten an Sport pro Woche betrieben, signifikante Verbesserungen der Müdigkeit fest (Lu et al., 2019; van Vulpen et al., 2015; van Waart et al, 2018).

Auch der Betreuungsgrad der Interventionen wurde in den Studien unterschiedlich gewählt. Eine Interventionsgruppe von Cheong et al. (2018) und van Waart et al. (2018) wurde von Krankenpflegern oder Physiotherapeuten professionell beraten, bei den Übungen jedoch nicht persönlich betreut. Die Fatigue der Patienten verbesserte sich in beiden Studien nach der Intervention. Betreute sowie teilweise betreute Bewegungstrainings wirkten sich im Vergleich dazu nicht in allen inkludierten Studien, die diese Interventionen durchführten, positiv aus (Brunet et al., 2017; Lin et al., 2014; Singh et al., 2018). Bei Patienten mit Darmkrebs, die sich einer Chemotherapie unterziehen, wird aufgrund ihres höheren Alters und der Toxizität der Chemotherapie eine geringere Einhaltung eines herkömmlichen Programms erwartet (Cheong et al., 2018). Aus diesem Grund kann es sein, dass ein Programm mit viel individuellem Management besser für Darmkrebspatienten geeignet ist. Zudem erhöht ein zuhause durchführbares Trainingsprogramm auch die Compliance der Krebspatienten (Windsor et al., 2004).

Schlussfolgerung

Die Bewegung ist ein sicheres und effektives Mittel gegen das belastende Symptom Fatigue und die Patienten sollten von den Ärzten, Pflegern und anderen Mitarbeitern in der Gesundheitsbranche darüber informiert werden. Auf den onkologischen Stationen werden die Patienten von dem Gesundheitspersonal jedoch eher selten zu körperlicher Aktivität motiviert (Nyrop et al., 2016). Dabei ist die Fatigue vor allem in der Behandlungszeit, in der sich die Patienten dort ambulant oder stationär aufhalten, am schwerwiegendsten (Bower, 2014). Oftmals liegt es daran, dass das Personal die Patienten als zu alt, unsportlich oder ungeeignet für ein Bewegungsprogramm erachtet, da Darmkrebspatienten häufig ein hohes Alter und mehr postoperative Komplikationen als zum Beispiel Brustkrebspatienten haben (van Waart et al., 2018). Doch nachdem Sie diesen Artikel nun gelesen haben, haben Sie einige Quellen zur Hand, bei denen Sie sich noch ins Detail informieren können, um Ihren Patienten in dieser schwierigen Lage professionelle Hilfe zur Selbsthilfe geben können. Die Zeit und Motivation für Bewegung aufzubringen ist vor allem für Patienten, die berufliche und familiäre Verpflichtungen haben, schwierig. Gerade deswegen ist es wichtig, dass diese von ihren professionellen Betreuern über Mittel informiert werden, mit denen sie sich selber helfen können und welche die Qualität ihres Lebens steigern (Nyrop et al., 2016). 

Literaturverzeichnis

Aapro, M., Scotte, F., Bouillet, T., Currow D., & Vigano, A. (2016).  A Practical Approach to Fatigue Management in Colorectal Cancer. Clinical Colorectal Cancer, 16(14), 275-285.

Borg, G. A. (1982). Psychophysical bases of perceived exertion. Medicine and Science in Sports an Exercise, 14(5), 377-381.

Bower, J. E. (2014). Cancer-related fatigue: mechanisms, risk factors, and treatments. Nature Reviews Clinical Oncology, 11(10), 597-609.

Brunet, J., Bruke, S., Grocott, M. P. W., West, M. A., & Jack, S. (2017). The effects of exercise on pain, fatigue, insomnia, and health perceptions in patients with operable advanced stage rectal cancer prior to surgery: a pilot trial. BMC Cancer, 17(1), 153-163.

Cheong, I. Y., An, S. Y., Cha, W. C., Rha, M. Y., Kim, S. T., Chang, D. K., & Hwang, J. H. (2018). Efficacy of Mobile Health Care Application and Wearable Device in Improvement of Physical Performance in Colorectal Cancer Patients Undergoing Chemotherapy. Clinical Colorectal Cancer, 17(2), 353-362. 

Global Cancer Observatory (2019). Colorectal Cancer, http://gco.iarc.fr/today/data/factsheets/cancers/10_8_9-Colorectum-fact-sheet.pdf (11.06.2019).

Lin, K. Y., Shun, S.-C., Lai, Y.-H., Liang, J.-T., & Tsauo, J.-Y. (2014). Comparison of the Effects of a Supervised Exercise Program and Usual Care in Patients With Colorectal Cancer Undergoing Chemotherapy. Cancer Nursing, 37(2), 21-29.

Lu, Y., Qu, H.-Q., Chen, F.-Y., Li, X.-T., Cai, L., Chen, S., & Sun, Y.-Y. (2019). Effect of Baduanjin Qigong Exercise on Cancer-Related Fatigue in Patients with Colorectal Cancer Undergoing Chemotherapy: A Randomized Controlled Trial. Oncology Research and Treatment, 42, 431-438. 

Macleod, M., Steele, R. J. C., O’Carroll, R. E., Wells, M., Campbell, A., Sugden, J. A., Rodger, J., Stead, M., McKell, J., & Anderson, A. S. (2018). Feasibility study to assess the delivery of a lifestyle intervention (TreatWELL) for patients with colorectal cancer undergoing potentially curative treatment. BMJ Open, 8(6), 1-11.

Marley, A. R., & Nan, H. (2016). Epidemiology of colorectal cancer. International Journal of Molecular Epidemiology and Genetics, 7(3), 105-114.

Nyrop, K. A., Deal, A. M., Williams, G. R., Guerard, E. J., Pergolotti, M., & Muss, H. B. (2016). Physical Activity Communication Between Oncology Providers and Patients With Early-Stage Breast. Colon, or Prostate Cancer. Cancer, 122(3), 470-476.

Rock, C. L, Doyle, C., Denmark-Wahnefried, W., Meyerhardt, J., Courneya, K. S., Schwartz, A. L., Bandera, E. V., Hamilton, K. K., Grant, B., McCullough, M., Byers, T., & Gansler, T. (2012). Nutrition and Physical Activity Guidelines for Cancer Survivors. A Cancer Journal for Clinicians, 62(4), 243-274.

Scott, J. A., Lasch, K. E., Barsevick, A. M., & Piault-Louis, E. (2011). Patients’ Experiences With Cancer-Related Fatigue: A Review and Synthesis of Qualitative Research. Oncology Nursing Forum, 38(3), 191-203.

Shariati, A., Haghighi, S., Fayyazi, S., Tabesh, H., & Kalboland, M. M. (2010). The effect of exercise on the severity of the fatigue in colorectal cancer patients who received chemotherapy in Ahwaz. Iranian Journal of Nursing and Midwifery Research, 15(4), 145-149. 

Singh, F., Galvao, D. A., Newton, R. U., Spry, N. A., Baker, M. K., & Taaffe, D. R. (2018). Feasibility and Preliminary Efficacy of a 10-Week Resistance and Aerobic Exercise Intervention During Neoadjuvant Chemoradiation Treatment in Rectal Cancer Patients. Integrative Cancer Therapies, 17(3), 952-959.

van Vulpen, J. K., Velthuis, M. J., Steins Bisshop, C. N., Travier, N., van den Buijs, B. J. W., Backx, F. J. G., Los, M., Erdkamp, F. L. G., Bloemendal, H. J., Koopman, M., de Roos, M. A. J., Verhaar, M. J., Ten Bokkel-Huinink, D., van der Wall, E., Peeters, P. H. M., & May, A. M. (2015). Effects of an Exercise Program in Colon Cancer Patients undergoing Chemotherapy. Medicine & Science in Sports & Exercise, 48(5), 767-775.

van Waart, H., Stuiver, M. M., van Harten, W. H., Geleijn, E., de Maaker-Berkhof, M., Schrama, J., Geenen, M. M., Meerum Terwogt, J. M., van den Heiligenberg, S. M., Hellendoorn-van Vreeswijk, J. A. J. H., Sonke, G. S., & Aaronson, N. K. (2018). Recruitment to and pilot results of the PACES randomized trial of physical exercise during adjuvant chemotherapy for colon cancer. International Journal of Colorectal Disease, 33(1), 29-40.

Williams, N. (2017). The Borg Rating of Perceived Exertion (RPE) scale. Occupational Medicine, 67(5), 404-405

Windsor, P. M., Nicol, K. F., & Potter J. (2004). A randomized, controlled trial of aerobic exercise for treatment-related fatigue in men receiving radical external beam radiotherapy for localized prostate carcinoma. Cancer, 101(3): 550-557.

 

WHO stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein

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Wahnsinn, jetzt ist es offiziell so. Die WHO stuft – basierend auf 800 Studien – verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein: https://www.tagesschau.de/inland/who-fleisch-krebs-101.html

“Das Risiko steigt demnach umso stärker, je mehr Fleisch ein Mensch isst. “Jede verzehrte Portion verarbeiteten Fleischs von täglich 50 Gramm erhöht das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent”, hieß es in der IARC-Studie. Eine Arbeitsgruppe aus 22 Experten hatte mehr als 800 Studien über die Folgen des Fleischkonsums ausgewertet. (…) Es gebe “starke Anzeichen” für einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und dem Risiko, an Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs zu erkranken.”

The Okinawa Diet: Living to 100

What would happen if you centered your diet around vegetables, the most nutrient-dense food group?

“The plant-based nature of the diet may trump the caloric restriction, though, since the one population that lives even longer than the Okinawa Japanese don’t just eat a 98% meat-free diet, they eat 100% meat-free. The Adventist vegetarians in California, with perhaps the highest life expectancy of any formally described population.”

Vegetarian Dietary Patterns and the Risk of Colorectal Cancers

Michael J. Orlich, MD, PhD1,2; Pramil N. Singh, DrPH1; Joan Sabaté, MD, DrPH1,2; Jing Fan, MS1; Lars Sveen1; Hannelore Bennett, MS1; Synnove F. Knutsen, MD, PhD1,2; W. Lawrence Beeson, DrPH1; Karen Jaceldo-Siegl, DrPH, MS1,2; Terry L. Butler, DrPH1; R. Patti Herring, PhD1; Gary E. Fraser, PhD, MD1,2

 

Importance  Colorectal cancers are a leading cause of cancer mortality, and their primary prevention by diet is highly desirable. The relationship of vegetarian dietary patterns to colorectal cancer risk is not well established.

Objective  To evaluate the association between vegetarian dietary patterns and incident colorectal cancers.

Design, Setting, and Participants  The Adventist Health Study 2 (AHS-2) is a large, prospective, North American cohort trial including 96 354 Seventh-Day Adventist men and women recruited between January 1, 2002, and December 31, 2007. Follow-up varied by state and was indicated by the cancer registry linkage dates. Of these participants, an analytic sample of 77 659 remained after exclusions. Analysis was conducted using Cox proportional hazards regression, controlling for important demographic and lifestyle confounders. The analysis was conducted between June 1, 2014, and October 20, 2014.

Exposures  Diet was assessed at baseline by a validated quantitative food frequency questionnaire and categorized into 4 vegetarian dietary patterns (vegan, lacto-ovo vegetarian, pescovegetarian, and semivegetarian) and a nonvegetarian dietary pattern.

Main Outcomes and Measures  The relationship between dietary patterns and incident cancers of the colon and rectum; colorectal cancer cases were identified primarily by state cancer registry linkages.

Results  During a mean follow-up of 7.3 years, 380 cases of colon cancer and 110 cases of rectal cancer were documented. The adjusted hazard ratios (HRs) in all vegetarians combined vs nonvegetarians were 0.78 (95% CI, 0.64-0.95) for all colorectal cancers, 0.81 (95% CI, 0.65-1.00) for colon cancer, and 0.71 (95% CI, 0.47-1.06) for rectal cancer. The adjusted HR for colorectal cancer in vegans was 0.84 (95% CI, 0.59-1.19); in lacto-ovo vegetarians, 0.82 (95% CI, 0.65-1.02); in pescovegetarians, 0.57 (95% CI, 0.40-0.82); and in semivegetarians, 0.92 (95% CI, 0.62-1.37) compared with nonvegetarians. Effect estimates were similar for men and women and for black and nonblack individuals.

Conclusions and Relevance  Vegetarian diets are associated with an overall lower incidence of colorectal cancers. Pescovegetarians in particular have a much lower risk compared with nonvegetarians. If such associations are causal, they may be important for primary prevention of colorectal cancers.

Carnitine, Choline, Cancer and Cholesterol: The TMAO Connection

Expanding on the subject of my upcoming appearance on The Dr. Oz Show, a landmark new article in the New England Journal of Medicine shows that choline in eggs, poultry, dairy and fish produces the same toxic TMAO as carnitine in red meat, which may help explain plant-based protection from heart disease and prostate cancer.

Soy-based compound may reduce tumor cell proliferation in colorectal cancer

Mount Sinai researchers present targets, treatments for prostate, colon, and ovarian cancer at the American Association for Cancer Research Annual Meeting.

Research on a soy-based treatment for colorectal cancer, a promising agent in ovarian cancer, and a new drug target for advanced prostate cancer was presented at the American Association for Cancer Research 2013 Annual Meeting. The meeting took place April 6-10, 2013 in Washington, DC.

Natural Product From Soy May Be Effective in Combination with Chemotherapy

The development of colorectal cancer (CRC) is largely driven by cellular signaling in the Wnt pathway, a network of proteins critical to cellular growth. Hyperactivity of the Wnt signaling pathway occurs in more than 85 percent of colon and rectal cancers. Previous research has shown that genistein, a natural supplement containing soy, modulates Wnt signaling through epigenetic mechanisms.

Led by Randall Holcombe, MD, and Sofya Pintova, MD, both from Mount Sinai, the research team treated colon cancer cell lines with genistein and found that it inhibited cell growth and blocked Wnt signaling hyperactivity. The findings are counter to some other tumor types, such as breast, for which soy, because it has estrogen-like properties, increases the risk of developing tumors. Drs. Holcombe and Pintova are launching a clinical trial later this year for patients with metastatic colorectal cancer, which utilizes genistein in combination with chemotherapy based on this research.

“Genistein is a natural product with low toxicity and few side effects and our research shows that it may be beneficial in treating colorectal cancer,” said Randall Holcombe, MD, Professor of Medicine in the Division if Hematology and Oncology at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai. “This is an exciting area of research and we look forward to studying the benefits of this compound as an adjunctive treatment in colorectal cancer in humans.”

Mount Sinai Researchers Identify Promising Therapy for Treatment-Resistant Ovarian Cancer

Platinum-based therapies are the standard of care in treating ovarian cancer, however 60 percent of patients relapse requiring additional treatment. During cancer development, certain proteins that might otherwise block tumor growth are inappropriately shuttled out of the cell’s nucleus, and rendered unable to attack a tumor’s mutated genome. Researchers led by John A. Martignetti, MD, PhD, Associate Professor of Genetics and Genomic Sciences and Oncological Sciences at Mount Sinai, in collaboration with investigators at Karyopharm Therapeutics, inhibited a nuclear shuttle protein called exportin 1 (XPO1, also called CRM1) using a novel class of drugs called a selective inhibitor of nuclear export (SINE) that can be taken by mouth.

Ying Chen, PhD, a post-doctoral student in Dr. Martignetti’s laboratory, injected tumor cells removed from ovarian cancer patients treated at Mount Sinai into mice, and then treated them with a SINE XPO1 inhibitor, KPT-330. All mice treated with KPT-330 had no visible evidence of tumor and survived six times longer than control mice.

Similarly, in another mouse model of chemotherapy-resistant ovarian cancer, KPT-330 significantly reduced the tumor burden and improved overall survival when compared against the current gold-standard platinum treatment. Moreover, mice treated with a combination of KPT-330 and platinum survived even longer. Human trials of KPT-330 are currently ongoing, and will include patients with ovarian cancer later this year.

In part, these experiments arose from a unique scientific resource established by Dr. Martignetti and Dr. Peter Dottino, MD, Associate Clinical Professor, Obstetrics, Gynecology and Reproductive Science. The Ovarian Cancer Translational Research Program preserves cancerous and normal tissues removed in the operating room from all consenting patients for genetic, genomic and therapeutic discoveries. Studies presented at AACR used patient-derived tumor tissues to create mouse tumor avatars to directly test KPT-330 provided by Karyopharm Therapeutics.

“This is truly a translational research initiative where our own Mount Sinai patients are simultaneously contributing to a potential next generation therapy for incurable ovarian cancer and gaining insight into personalized treatment of their own cancers,” said Dr. Martignetti. “These results show that new oral XPO1 inhibitors may be quite promising in treating patients who do not respond to, or relapse after, treatment with platinum-based therapy. We look forward to evaluating oral KPT-330 in our patients.”

These studies were in part funded through a gift from Sally and Michael Gordon, a gift from Varadi Ovarian Cancer Research Program at Mount Sinai, and a research grant from Karyopharm Therapeutics.

Researchers Identify New Drug Target for Prostate Cancer

During cancer progression, cancer cells constantly interact with and modify their surrounding tumor microenvironment through regulating the expression of a group of enzyme inhibitors called tissue inhibitors of metalloproteinases (TIMPs). Previously, William Oh, MD, Professor and Chief of the Division of Hematology/Oncology in the department of Medicine at Mount Sinai and his colleagues showed that elevated TIMP-1 levels in the blood predicted decreased survival in advanced prostate cancer patients. However, the regulation of TIMP-1 expression in prostate cancer was not fully understood and the source of TIMP-1 overproduction remains unknown.

In the current study led by Yixuan Gong, PhD, in Dr. Oh’s lab, the researchers show for the first time that resistance to androgen therapy, the most common treatment for prostate cancer, was associated with TIMP-1 overproduction in both prostate cancer patients and in cell culture models. They found that two signaling pathways called MEK and NF-©§B were critical for TIMP-1 production in certain prostate cells and the production could be completely blocked by drugs that inhibit the pathways.

“Disrupting TIMP-1 signaling prevented androgen resistance providing a promising drug target for this hard-to-treat tumor type,” said Dr. Gong. “We look forward to further investigating drugs that block TIMP-1 in a clinical setting.”

The Tisch Cancer Institute (TCI) is a world-class translational cancer institute established in December 2007. TCI has recruited more than 30 acclaimed physicians and researchers specializing in basic research, clinical research, and population science; built outstanding programs in solid tumor oncology; enhanced existing robust programs in hematological malignancies; and advanced the study of cancer immunology and vaccine therapy. The completion of the Leon and Norma Hess Center for Science and Medicine in 2012 is enabling the recruitment of up to 20 additional cancer researchers on two full research floors, with 48,000 square feet of space dedicated to cancer research.

To learn more about TCI, visit http://www.mountsinai.org/patient-care/service-areas/cancer.

To learn more about the Hess Center, visit http://icahn.mssm.edu/about-us/hess-center.

About The Mount Sinai Medical Center

The Mount Sinai Medical Center encompasses both The Mount Sinai Hospital and Mount Sinai School of Medicine. Established in 1968, Mount Sinai School of Medicine is one of the leading medical schools in the United States. The Medical School is noted for innovation in education, biomedical research, clinical care delivery, and local and global community service. It has more than 3,400 faculty in 32 departments and 14 research institutes, and ranks among the top 20 medical schools both in National Institutes of Health (NIH) funding and by US News and World Report.

The Mount Sinai Hospital, founded in 1852, is a 1,171-bed tertiary- and quaternary-care teaching facility and one of the nation’s oldest, largest and most-respected voluntary hospitals. In 2011, US News and World Report ranked The Mount Sinai Hospital 14th on its elite Honor Roll of the nation’s top hospitals based on reputation, safety, and other patient-care factors. Mount Sinai is one of 12 integrated academic medical centers whose medical school ranks among the top 20 in NIH funding and US News and World Report and whose hospital is on the US News and World Report Honor Roll. Nearly 60,000 people were treated at Mount Sinai as inpatients last year, and approximately 560,000 outpatient visits took place.

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Mount Sinai Press Office | Quelle: EurekAlert!
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